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Entschädigung für deutsche Zwangsarbeiter: Antragsfrist endet am 31. Dezember 2017

Ehemalige deutsche Zwangsarbeiter, die wegen ihrer deutschen Staatsangehörigkeit oder Volkszugehörigkeit kriegsbedingt beziehungsweise kriegsfolgenbedingt zwischen dem 1. September 1939 und dem 1. April 1956 für eine ausländische Macht als Zivilpersonen Zwangsarbeit leisten mussten, können noch bis 31. Dezember 2017 Anträge auf Zahlung einer Anerkennungsleistung in Höhe von 2500 Euro beim

stellen.

Anträge, die nach diesem Termin beim BVA eingehen, haben ohne Ausnahme keine Aussicht auf Erfolg.

Auskunft erteilt das BVA unter der Telefonnummer (02 28) 9 93 58-98 00, E-Mail: AdZ@bva.bund.de. Dort sowie auf der Internetseite des BVA unter http://www.bva.bund.de/DE/Organisation/Abteilungen/Abteilung_VII/Zwangsarbeiter/zwangsarbeiter_node.html können die Antragsformulare, der Text der Richtlinie sowie weitere Hinweise angefordert beziehungsweise abgerufen werden.

Bei Fragen zur Anerkennungsleistung steht auch die Bundesgeschäftsstelle des Bundes der Vertriebenen in Bonn, Telefon (02 28) 81 00 70, Telefax (02 28) 8 10 07 52, E-Mail: info@bund-der-vertriebenen.de , für Auskünfte zur Verfügung. Auf deren Internetseite www.bund-der-vertriebenen.de  können die Antragsformulare und weitere Infos ebenfalls heruntergeladen werden. Ebenso finden Sie alle Informationen auf unserer Internetseite unter "Vertriebene". Auch der Geschäftsstelle unserer Heimatkreisgemeinschaft und den Kirchspielvertretern liegen die Informationen und Formulare vor. Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gern.

Deutsche im Ausland und in den ehemaligen deutschen Ost- und Siedlungsgebieten, die ebenfalls leistungsberechtigt sind, können sich an die deutschen Auslandsvertretungen oder die Organisationen der deutschen Minderheit in ihren Ländern wenden.

Bis zum 31. März 2017 sind insgesamt 21216 Anträge auf Anerkennungsleistung eingegangen. Zirka 90 Prozent der Antragsteller sind 80 Jahre und älter. Wegen der Vielzahl der gestellten Anträge kann die Bearbeitung einige Zeit in Anspruch nehmen. Wichtig: Verstirbt ein Anspruchsberechtigter nach dem 27. November 2015 (Stichtag, an dem der Deutsche Bundestag die Mittel zur Verfügung gestellt hat), können sein Ehegatte oder seine Kinder diese Zuwendung beantragen.

Folgende Nachweisdokumente sind mit dem Antrag vorzulegen:

a)      Aktuelle Meldebescheinigung oder amtliche Bestätigung der Angaben zur Person auf Seite 2 des Antrags;

b)      Beglaubigte Kopie des Passes oder Personalausweises;

c)      Nachweis über die Zwangsarbeit;

d)      Gegebenenfalls beglaubigte Kopien der Geburtsurkunde/Heiratsurkunde/Sterbeurkunde bei Hinterbliebenen;

e)      Gegebenenfalls beglaubigte Kopie des Vertriebenenausweises/der Spätaussiedlerbescheinigung.

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Festrede von Landrat Dr. Rolf-Oliver Schwemer zum Hauptkreistreffen am 4. September 2016 in Rendsburg

Sehr geehrter Herr Mogk (Vorsitzender),

sehr geehrte Mitglieder des Vorstandes sowie des Heimatkreisausschusses,

sehr geehrte Damen und Herren!

Bereits 2009 hatte ich die Gelegenheit, zu Ihnen sprechen zu dürfen. Ich freue mich sehr, jetzt – 7 Jahre später – erneut im Rahmen Ihres Hauptkreistreffens ein paar Worte an Sie richten zu dürfen.

Das Thema Flucht und Vertreibung ist aktueller denn je. Vor einem Jahr gab es in der Tagesschau kaum ein anderes Thema. Heute ist die Flüchtlingskrise vielleicht nicht mehr das Top-Thema in den Nachrichten. Die Krise und die damit einhergehenden Tragödien für die betroffenen Menschen bestehen aber unvermindert fort. 

Boote mit Flüchtlingen an Bord versinken im Mittelmeer. Anders als vor einem Jahr derzeit weniger in der Ägäis. Dafür aber im zentralen Mittelmeer.

Hunderttausende sind aus den Krisengebieten im nahen und mittleren Osten in die Türkei geflohen und warten dort auf eine Weiterreise in die EU und insbesondere nach Deutschland. Und auch in Libyen und  Ägypten warten Zigtausend Menschen auf die Überfahrt nach Italien.

Weltweit sind mehr als 60 Millionen Menschen auf der Flucht. So viele wie nie zuvor seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Hälfte aller Flüchtlinge sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

In den Herkunftsländern herrschen Bürgerkriege und Perspektivlosigkeit. Die Menschen kommen aus den bekannten Krisengebieten wie Syrien, Afghanistan, Somalia, Irak und Eritrea.

Die staatlichen Strukturen ganzer Regionen drohen zu zerfallen. In Syrien, im Irak und in Libyen haben wir es nicht mit nationalstaatlichen Konflikten zu tun, sondern mit Auseinandersetzungen aus wirtschaftlichen und religiösen Gründen. Menschen werden verschleppt, vergewaltigt, ermordet und vertrieben.

So sieht die globale politische Lage in der Welt aus.

Bei uns in Deutschland hat sich im Laufe des letzten Jahres durchaus einiges bewegt.

Dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, das für die Bearbeitung der Asylanträge zuständig ist, gelingt es besser als noch vor einem Jahr, Asylanträge in angemessener Zeit abzuarbeiten.

Und wir sind besser vorbereitet, was die Unterbringung von Flüchtlingen angeht. Bei uns in Schleswig-Holstein beispielsweise gibt es heute tausende freie Plätze in den Erstaufnahmeeinrichtungen. Auch wenn das Geld kostet, ist es jedenfalls besser so, als wenn die Flüchtlinge in Turnhallen untergebracht oder gar auf offener Straße campieren müssen.

Doch nach wie vor gibt es auch große Baustellen. Der nach wie vor riesige Berg an unbearbeiteten Altanträgen. Damit geht einher, dass viele Flüchtlinge auch weiterhin und teilweise über Jahre hinweg mit der Ungewissheit leben müssen, was mit ihnen passiert.

Zudem führt die lange schleppende Bearbeitung der Asylanträge dazu, dass auch Menschen, die keine Bleibeperspektive in Deutschland haben, viel zu lange in Deutschland bleiben. Hierdurch werden allzu oft Hoffnungen geweckt, die später nicht erfüllt werden können.

Hinzu kommen gerade in jüngster Zeit Schlagzeilen über Gewalttaten in Deutschland und Europa. Das verunsichert die Menschen hier im Land nachhaltig. Dass Terroristen die Flüchtlingsströme ausnutzen, um sich selbst ins Land zu „schmuggeln“. 

Das größte Problem ist, dass die Europäische Union auch ein Jahr nach Ausbrechen der Flüchtlingskrise ohne eine europäische Lösungsstrategie dasteht.

Dass es seit einigen Monaten einen drastischen Rückgang von Flüchtlingen über die Balkanroute gibt, liegt im Wesentlichen an der Schließung der Balkanroute durch den Nicht-EU-Staat Mazedonien. Und an dem Abkommen, dass zwischen der EU und der Türkei vereinbart wurde. Doch dieses Abkommen wackelt. Und die EU ist abhängig von dem türkischen Präsidenten Erdogan.

Die EU selbst sucht noch immer nach einer europäischen Antwort.

Ein gemeinsames europäisches Konzept zur Bewältigung der

humanitären Krise gibt es nicht. Europa schafft es bis heute nicht, sich auf eine faire Verteilung der Flüchtlinge auf die Mitgliedsstaaten zu verständigen. Die osteuropäischen Mitgliedsstaaten stemmen sich massiv dagegen; das wurde zuletzt bei dem Treffen der Bundeskanzlerin mit den Spitzen der Visegrad-Länder in Warschau deutlich. Damit ist man von einer gemeinsamen Aufnahme großer Flüchtlingskontingente weit entfernt.

Was hat das alles mit Ihnen zu tun? Mit Ihrem Hauptkreistreffen hier in Rendsburg?

Die Gründung Ihres Heimatkreis Gerdauen e.V. hat seinen Ausgangspunkt in Flucht und Vertreibung.

Krieg, Flucht, Vertreibung, sich neu verwurzeln – das ist Teil unserer Geschichte. Von uns allen. Von denjenigen, die damals ihre Heimat verloren haben. Von ihren Nachfahren. Von uns allen in Deutschland. Es ist Teil unserer deutschen Geschichte.

14 Millionen Menschen sind in den letzten zwei Monaten des Zweiten Weltkriegs vor der Roten Armee geflüchtet oder mussten nach dem Zusammenbruch des nationalsozialistischen Deutschland ihre Heimat im Osten verlassen.

Menschen, die vor dem Krieg flohen. Die sich bei eisiger Kälte über verstopfte Landstraßen und brüchiges Eis quälten. Trecks, die aus Frauen und Kindern und Alten bestanden. Und die von Tieffliegern beschossen wurden.

Menschen, die sich auf den Weg machten, um ihr Leben zu retten. Und um einen Neuanfang zu wagen.

Zwei Millionen Menschen haben Flucht und Vertreibung nicht überlebt. Die, die überlebten, bekamen oft die Rache der Sieger zu spüren: Demütigungen, Misshandlungen und Vergewaltigungen. Die Flüchtlinge und Vertriebenen, die damals hierher kamen, hatten alles verloren, was ihr bisheriges Leben ausmachte.

Am 18. Oktober 1953 übernahm der Kreis Rendsburg (heute Rendsburg-Eckernförde)  die Patenschaft für den Heimatkreis Gerdauen und die Stadt Rendsburg tat selbiges für die Stadt Gerdauen.

Der Kreis Rendsburg-Eckernförde verpflichtete sich damals, den vertriebenen Landsleuten aus dem Kreis Gerdauen vielfältige Hilfen und  Vergünstigungen zu kommen zu lassen. Unter anderem konnten ab 1956 in jedem Jahr Eltern, welche in Gerdauen geboren waren, ihre Kinder zu einem kostenlosen 14tägigen Ferienaufenthalt in das kreiseigene Ferienzeltlager am Brahmsee entsenden, außerdem wurden in der Heim-Volkshochschule Rendsburg der Heimatkreisgemeinschaft ständig in jedem Semester Freiplätze zur Verfügung gestellt. Um nur einige Beispiele zu nennen.

Heute – fast 63 Jahre später und 71 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs - ist die Zahl derer, die als Vertriebene und Flüchtlinge aus Gerdauen bittere Zeiten durchlebten und überlebten, geringer geworden. Es lichtet sich der Kreis derer, die sich an Krieg und Vertreibung noch persönlich erinnern.

Aber noch kommen Sie zusammen und treffen sich hier im Rahmen Ihres Hauptkreistreffens. Als verantwortlicher Repräsentant Ihres Patenkreises möchte ich an dieser Stelle sagen: Ich hoffe, dass wir Ihnen ein Stück Halt geben konnten, so, wie wir es mit der Begründung der Patenschaft in Aussicht gestellt hatten.

Ich hoffe, dass wir dazu beitragen konnten, dass Sie hier in der Bundesrepublik - in Ihrer neuen - oder vielleicht besser zusätzlichen - Heimat einen Bezugspunkt hatten und haben, um Ihr Kulturgut und damit einen Teil Ihrer Identität zu wahren und zu entwickeln.

Dafür, dass uns das gelungen ist, spricht, dass Sie auch heute noch - 71 Jahre nach Kriegsende - Ihr Hauptkreistreffen hier in Rendsburg veranstalten. Das spricht für eine stabile und feste Verbundenheit. Insofern gebührt mein aufrichtiger Dank all jenen, die diese Patenschaft über all die Jahre getragen und mit Leben gefüllt haben.

Doch viel größer als das, was wir als Ihr Patenkreis haben leisten können, ist das, was Sie selber geschafft haben.

Sie haben zum Wiederaufbau der Bundesrepublik beigetragen. Sie haben eine riesengroße materielle Aufbauleistung vollbracht. Als Sie als Flüchtlinge und Vertriebene damals zu uns kamen, besaßen Sie nichts. Alles, was Ihnen zuvor gehört hatte, mussten Sie zurücklassen. Aber sie haben nicht resigniert. Sie hatten ganz im Gegenteil den festen Willen, sich ein neues Leben aufzubauen. Sie wollten ein neues Heim, einen neuen Arbeitsplatz, sie wollten wieder irgendwo Fuß fassen.

Und Sie haben die Chancen wahrgenommen, die sich ihnen boten. Ihr Mut, Ihr Wille und Ihre Leistungsbereitschaft haben überall im Land zu dem beigetragen, was später als das Wirtschaftswunder bezeichnet wurde.

Der Osnabrücker Migrationsforscher Klaus J. Bade hat das einmal wie folgt beschrieben:

„Das Flüchtlingswunder im Wirtschaftswunder gelang vor allem deshalb, weil Flüchtlinge und Vertriebene von Anbeginn an nicht nur passiv Betroffene, sondern immer auch handelnde Akteure waren, die mit ihrer Arbeitskraft und bald auch mit ihrer Kaufkraft dieses Wirtschaftswunder ganz entscheidend mittrugen“.

Die Neuankömmlinge, das lehren viele Lebensgeschichten, waren leistungsbereit, mobil und ungeheuer ehrgeizig. Ihre Motivation war groß, sich in der noch fremden zweiten Heimat ein neues Leben aufzubauen.

Noch viel größer als die materielle Aufbauleistung dürfte für viele Betroffene die Herausforderung gewesen sein, mit den inneren Wunden und Verletzungen umzugehen.

Heute, 71 Jahre nach Kriegsende, wissen wir viel mehr darüber, dass Gewalterfahrungen wie Flucht und Vertreibung die Betroffenen ein Leben lang beschäftigen.

Heute weiß man, dass Kriegserlebnisse seelische Auswirkungen haben - Auswirkungen, die oftmals erst Jahrzehnte später sichtbar werden. Heute gibt es Unterstützungsangebote durch Psychologen und Psychotherapeuten.

Doch damals, im Nachkriegsdeutschland, hatte man andere Sorgen. Das Land lag in Trümmern. Das Überleben musste organisiert werden. Nahrungsmittelknappheit und Wohnungsmangel prägten die Zeit. Auf Traumata, die die Menschen während ihrer Flucht erlitten hatten, konnte keine Rücksicht genommen werden. Es galt zu funktionieren, den Alltag zu bewältigen. Sich nichts anmerken zu lassen.

Zumal die Flüchtlinge und Vertriebenen auf Vorbehalte der alteingesessenen Bevölkerung stießen. Während sie als Vertriebene alles verloren hatten, fühlten sich die Einheimischen zum Teil von den Ankömmlingen in ihrer eigenen Not zusätzlich bedrängt. Alle waren damals mit dem schieren Überleben, mit der Suche nach neuen Perspektiven beschäftigt. Das besondere Schicksal der Vertriebenen fiel da nicht sehr ins Gewicht.

Es gab keine Zeit, kein Interesse, kein Bedürfnis, über schreckliche Ereignisse zu reden. Darüber wurde geschwiegen. Gefühle wurden unterdrückt.

Hinzu kam: Auch politisch war die Erinnerung an Flucht und Vertreibung lange Zeit schwierig. Zu sehr war das Thema verknüpft mit der Schuld und der Verstrickung der Deutschen an der Katastrophe, die vor 71 Jahren endete.

Alle, die Angehörigen der Fluchtgeneration, und auch wir, die Angehörigen der Nachkriegsgenerationen, mussten erst lernen, über ihr Schicksal zu sprechen.

Dass Sie, meine sehr verehrten Damen und Herren, in dieser Situation nicht aufgaben, sondern ihr Schicksal meisterten, bleibt eine der ganz großen Leistungen der Nachkriegsgeschichte.

Indem Sie sich dem Heimatkreis Gerdauen e.V. anschlossen und hier mitmachten, halfen Sie sich selbst, um mit Ihren Verwundungen umzugehen.

Indem Sie die Erinnerung an Ihre Heimat wachhielten und dies gemeinsam taten. Indem Sie sich mit Landsleuten trafen, mit denen Sie sprechen konnten. Menschen, die das gleiche Schicksal hatten wie Sie.

Vielen Vertriebenen und Flüchtlingen von damals ist das nicht gelungen. Das wissen wir heute. Teilweise brauchte es Jahrzehnte, bis das, was die Flüchtlinge und Vertriebenen nur im Verborgenen bewegte, an die Oberfläche getreten ist. Durch Berichte über das eigene Schicksal. Durch wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn, was das Thema Traumatisierung durch Flucht und Vertreibung angeht. Durch die Erkenntnis, dass auch die Kinder der Kriegskinder durch die Erfahrungen ihrer Eltern geprägt worden sind. Ja, durch das öffentliche Thematisieren all dieser Dinge.

Hilfreich sind auch Erlebnisberichte, in denen Menschen von ihrem Leid berichten. Und damit auch den nachfolgenden Generationen Einblick geben in das, was Flucht und Vertreibung damals mit den Menschen gemacht hat.

Ein Beispiel ist das Buch „Und tief in der Seele das Ferne: Die Geschichte einer Vertreibung aus Schlesien“ von Katharina Elliger. Sie beschreibt, wie sie als junges Mädchen die Vertreibung aus Schlesien erlebt. Wie sie es erlebte, als Ende 1944 die Nachrichten über die heranrückende Rote Armee immer bedrohlicher wurden. Wie sie sich gemeinsam mit ihrer Mutter einem Flüchtlingstreck angeschlossen haben, bald jedoch in ihre Stadt zurückkehrten. Wie grausam die Besatzungszeit war. Und um wie viel schlimmer sie die Vertreibung unter unmenschlichen Bedingungen ein Jahr später traf.

Die Autorin beschreibt all die Grausamkeiten. Und sie beschreibt, wie sie selber Zeit brauchte, um diese Dinge mitzuteilen. Ihrem Mann, ihrer Tochter, ihrer Familie.

Für viele Kinder der Kriegskinder sind diese Berichte hilfreich. Erst jetzt begreifen sie, welch furchtbares Leid auch ihre Eltern erfahren haben. Denn vielen Betroffenen war es schlichtweg nicht möglich, darüber zu sprechen. Und jetzt gelingt es vielleicht besser, Verhaltensweisen einzuordnen. Warum es den Betroffenen so schwer fiel, Vertrauen aufzubauen. Heute wissen wir, dass das mit den Verletzungen zusammenhängt, die die Betroffenen als Kriegskinder erlebten.

Auch meine Mutter wurde 1946 als 13-Jährige aus Oberschlesien vertrieben. Auch sie konnte nicht darüber sprechen. Ein Schicksal, das sie mit vielen aus ihrer Generation teilte. Und nun ist es zu spät.

Ich hoffe, dass uns das bessere Verstehen unserer eigenen Geschichte dabei hilft, den richtigen Umgang mit den Flüchtlingen in der heutigen Zeit zu finden.

Denn, und damit komme ich wieder zurück auf die aktuelle Situation: Jenseits aller Zahlen über Flüchtlinge und unabhängig von allen Debatten, was in Europa und in Deutschland bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise schief läuft - neben all dem handelt es sich bei jedem einzelnen Flüchtling um ein Schicksal.

Um Menschen, die aus Not und Verzweiflung ihre Heimat verlassen. Um Menschen, die ihre Heimat vermissen. Und die gleichzeitig froh sind, nicht dort leben zu müssen, wohin das Heimweh ihre Gedanken lenkt.

Um Menschen, die ihr bisheriges soziales Umfeld verloren haben.

Und oftmals um Kinder und Jugendliche, die ein Leben lang durch diese Fluchterfahrungen geprägt werden.

Deshalb sollten wir den Flüchtlingen von heute mit der Anteilnahme begegnen, die damals den Flüchtlingen und Vertriebenen versagt blieb.

Auch wenn es selbstredend Unterschiede zwischen den Flüchtlingen und Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg und den Flüchtlingen von heute gibt.

Die Flüchtlinge von damals waren Deutsche. Sie suchten Schutz bei ihren Landsleuten. Sie sprachen die gleiche Sprache, sie hatten die gleiche kulturelle Prägung und es waren Menschen christlichen Glaubens.

Aber, meine sehr verehrten Damen und Herren, für die Frage, ob wir den Flüchtlingen von heute Wertschätzung und Anteilnahme entgegenbringen, sollten, nein: dürfen diese Unterschiede nicht maßgeblich sein.

Deshalb freue ich mich über die große Hilfsbereitschaft von ganz vielen Menschen bei der Betreuung von Flüchtlingen - auch und gerade bei uns im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Ehrenamtlich Tätige, die sich um Sprachkurse kümmern. Die bei den Behördengängen und der Wohnungssuche helfen. Die Spenden einsammeln. Und, und, und.

Und es sind auch viele ehrenamtliche Betreuer aktiv, die als kleine Kinder selber von Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg betroffen waren. Flüchtlinge und Vertriebene von damals, die heute Hilfe leisten. Dafür sage ich an dieser Stelle: Vielen Dank!

Ich komme zum Schluss und möchte Ihnen meine Anerkennung für den von Ihnen gewählten Umgang mit der Erinnerung aussprechen. Ihr Zusammenwirken ist nicht von Verbitterung geprägt. Sondern es hilft, um ein Bewusstsein bei nachfolgenden Generationen zu wecken. Ein Bewusstsein, was der Verlust von Heimat für das persönliche Schicksal bedeutet.

Und das hilft uns dann auch – und damit komme ich dann wieder auf den Anfang meiner Rede zurück - den richtigen Umgang mit den Menschen zu pflegen, die heute zu uns kommen.

Vielen Dank!

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Geistliches Wort von Probst Matthias Krüger, Evangelischer Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde, zum Hauptkreistreffen am 4. September 2016 in Rendsburg

 

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, und die Liebe Gottes, und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. Amen.

Geehrte Damen und Herren,

Schwestern und Brüder in Christus.

Das Schleswig-Holstein-Lied haben wir gehört.

Ein Heimatlied.

Schleswig-Holstein: Vaterland.

Es soll nicht wanken.

 

Ein Kampflied.

In der vorliegenden Form 1844 zum Schleswiger Sängerfest gedichtet.

 

Ein zündendes Lied in brisanter Stimmung.

Es war die Zeit des nationales Erwachens.

 

Allerdings ganz anders als heute, wo manchen Europa zu unübersichtlich wird,

Großbritannien zieht sich zurück.

Osteuropäische Staaten schotten sich ab.

Völkermord darf nicht beim Namen genannt werden.

Und in manchen Städten gibt es karnevalsähnliche Aufzüge.

 

Das christliche Abendland wird dann beschworen,

manchmal auch mit Schwarz-Rot-Goldenem Kreuz.

In der Regel ziemlich ahnungslos.

Aber dafür lautstark.

 

Das Schleswig-Holstein-Lied,

ein heimatliches Kampflied für Freiheit und Unabhängigkeit.

Das sind große Werte.

 

Da geht es um Identität und Toleranz.

Da geht es um Respekt voreinander.

Um das rechte Wort zueinander.

 

Um das rechte Wort wird immer wieder neu gerungen.

Soll die schleswig-holsteinische Verfassung einen Gottesbezug haben?

Und wenn ja, wie soll er aussehen?

Und ist das dann noch tolerant?

Eine lange Auseinandersetzung hat es gegeben.

Schließlich fehlte eine Stimme.

Das ist Demokratie, sagte Wolfgang Kubicki.

 

Demokratie, würde ich sagen, ist immer das Ringen um den richtigen Weg.

 

Wie gestalten wir unsere Ostseenachbarschaft ins Baltikum, nach Russland, nach Polen,

also dorthin, wo eure Familien Heimat hatten?

 

Wie gehen wir mit den Menschen um, denen heute, in dieser Stunde ihre Heimat entrissen wird,

die auf der Flucht sind

vor Bomben und Tod,

vor Vergewaltigung und Verfolgung?

Wie gehen wir mit den Menschen um, denen es eng um das Herz wird?

Die Furcht und Sorge tragen?

 

Und wer leitet uns dabei?

 

Die 4. Strophe des Schleswig-Holstein-Liedes wird selten gesungen,

Dort heißt es:

 

Gott ist stark auch in den Schwachen,

wenn sie gläubig ihm vertrau’n;

zage nimmer, und dein Nachen

wird trotz Sturm den Hafen schau’n.

Gottvertrauen wird besungen, versammelte Gemeinde.

Das ist die Basis,

das ist das Fundament, das auch das Schleswig-Holstein-Lied anbietet.

Ein Stück Heimat.

 

Und Gottvertrauen ist auch die tiefe Einsicht und Erkenntnis unseres Reformators Martin Luther.

 

Ich kann nicht aus eigener Kraft gerecht werden.

Weder mir, noch meinem Mitmenschen und auch nicht Gott.

 

Aber ich muss auch nicht aus eigener Kraft gerecht werden.

Ich bin geliebt von Gott.

Ich bin Gott recht.

 

Das ist in Kurzfassung die reformatorische Erkenntnis.

 

Und auf das 500jährige Reformationsjubiläum gehen wir zu.

 

Und Rendsburg gleichsam mittendrin.

 

1542 tagte im Alten Rathaus hier in der Stadt der Landtag.

Und auf diesem Landtag wurde die erste reformatorische Kirchenordnung für die Herzogtümer Schleswig und Holstein verabschiedet.

 

Schleswig-Holstein wurde protestantisch.

Und die Sprache Martin Luthers in seiner Bibelübersetzung setzte sich mehr und mehr durch.

 

Ob jemandem die Haare zu Berge stehen,

ob ich Perle vor die Säue werfe oder ein barmherziger Samariter bin,

niemand kann zwei Herren dienen,

und jeder muss sein Scherflein beitragen,

braucht dabei aber sein Licht nicht unter den Scheffel zu stellen.

 

Spreu und Weizen werden getrennt.

Und wer Ohren hat zu hören, der höre.

All diese Redewendungen sind original Martin-Luther-Bibel-Deutsch. Seine Übersetzung hat die deutsche Sprache bis auf den heutigen Tag geprägt.

Sie ist Mutter- und Heimatsprache.

Sprache des Glaubens.

Sprache des Gottvertrauens.

 

Das Zeichen für christliches Gottvertrauen ist das Kreuz.

Nicht in Schwarz-Rot-Gold wie bei Pegida.

Der Gekreuzigte war schließlich geborener Jude.

 

Und das Kreuz Christi ist auch mehr als Ästhetik oder Folklore des Lebens.

 

Es ist Torheit, Skandal, Ärgernis.

Es ist alles mögliche.

Nur eines nicht.

Es ist nicht belanglos.

 

Das Kreuz ist vielmehr die christliche Interpretation des Lebens.

Es ist das Wort, das die Leistungsgesellschaft auf den Kopf stellt.

Es ist die Befreiungstat Gottes mitten in der Ausweglosigkeit.

 

Ein Gott am Kreuz?

Das ist immer schon die „neudeutsch“ Herausforderung gewesen.

 

„Mir willst du zum Gotte machen / solch ein Jammerbild am Holze!“

So lässt Goethe einen Muslim im West-östlichen Divan sprechen.

 

Friedrich Nietzsche klingt nicht viel anders.

Er verspottet das Christentum als eine Religion der Schwäche.

 

Ohnmacht und Leiden würden verherrlicht.

 

Und auch der viel beachtete Bestsellerautor Navid Kermani drückt es ähnlich aus:

Gerade, weil ich ernst nehme, was es darstellt, lehne ich das Kreuz rundweg ab.

 

Ich kann im Herzen verstehen, warum Juden und Islam die Kreuzigung ablehnen.

Für mich formuliere ich die Ablehnung der Kreuzestheologie drastischer:

Gotteslästerung und Idolatrie. (Bilderverehrung).

 

Das Wort vom Kreuz: Torheit, Eselei und Skandal Gottes.

Und Christentum und meinen Glauben gibt es nicht ohne.

Es ist nicht unser Kreuz,

es ist Gottes Kreuz.

 

Es ist eine Zumutung.

Es hält uns den Spiegel vor.

Es unterbricht das tagtägliche Tun.

Es sprengt die menschliche Weisheit,

Es stellt mich infrage.

Es ist die Gotteskraft gegen alle Vernunft.

 

Das ist nicht anti-aufklärerisch oder rückwärtsgewandt.

 

Gerade im Gefolge der Reformation wurden die Aufklärung und die Weisheit der Welt gestärkt.

Und das ist gut so.

Niemand würde anders leben wollen.

Und doch wissen wir:

Ein ausschließlich rational-aufgeklärtes Weltbild reduziert die Sicht der Wirklichkeit.

Das ist nicht alles.

 

Und menschliche Lebensweisheit:

Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner.

Hilft eben auch nicht immer weiter.

 

Ich bin nicht Münchhausen.

Und bei meinen kurzen Haaren oder auch beim Herrn Landrat würde es selbst dann nicht klappen.

 

Das Wort vom Kreuz nimmt die Grenzen des Menschen ernst.

Im Denken und im Handeln.

Und genau damit ist es die Basis für Respekt und Toleranz,

die Basis für gelingendes Leben:

In Rendsburg-Eckernförde,

in Deutschland und Europa.

 

Mit dem Gedanken der Versöhnung.

Mit Verständnis.

Mit der Freude auf neue Gemeinsamkeit und nachbarschaftliche Verbundenheit.

 

Und die Arbeit der Heimatkreisgemeinschaft und das Engagement von Stadt und Kreis Rendsburg-Eckernförde,

in Vergangenheit und Gegenwart,

möge das seine dazu beitragen.

 

Auch das Vertrauen auf Gott kann eine Heimat sein.

Sie schottet sich nicht ab.

Sie verbindet.

Über Grenzen hinweg.

Weltweit.

Im Zeichen des Kreuzes.

 

Gott ist stark auch in den Schwachen,

wenn sie gläubig ihm vertrau’n;

zage nimmer, und dein Nachen

wird trotz Sturm des Hafen schau’n.

 

Das gebe Gott und segne euch.

Amen.

 

Herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.

Wir halten inne, mitten im Leben.

Wir gedenken derer, die uns fehlen.

Sie gehörten zu unserem Leben dazu.

Die Liebe verbindet immer noch.

Auch gute Gedanken der Erinnerung.

Manchmal auch können wir uns nicht lösen.

Manches ist unabgeschlossen.

Manches Wort nicht beizeiten gesagt.

Wir bringen unsere Gedanken vor Gott.

Wir gedenken unserer Verstorbener und halten Stille.

 

Barmherziger Gott,

dir vertrauen wir unsere Verstorbenen an.

Wir danken für deinen Segen und dein Geleit in den guten Tagen und auch in den schweren Zeiten.

Vollende, was du begonnen hast.

Lass sie deine Herrlichkeit schauen.

Stärke uns in der Hoffnung.

Du bist Ursprung und Ziel unseres Lebens,

in Christus Jesus.

 

Mit seinen Worten beten wir:

Vater unser im Himmel.

Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

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Nachruf auf Hanna Zetzsche

[22.01.2015] Unser langjähriges Kreistagsmitglied Hanna Zetzsche, geborene Liedtke, verstarb am 19. November 2014 im gesegneten Alter von 88 Jahren. Geboren wurde sie am 20. Juni 1926 in Possessern, Kreis Angerburg. Ihr Großvater war Schneidermeister Rausch aus Molthainen. 
Wir trauern um einen lieben Menschen, der in seinem langen Leben sehr viel erlebt und durchgemacht hat. Nach der Vertreibung aus der ostpreußischen Heimat hat sich Hanna Zetzsche sehr für den Erhalt der Kultur und der Bräuche der verlorenen Heimat eingesetzt. Sie gehörte vom 31. August 1991 bis 8. September 2000 dem Kreistag unserer Heimatkreisgemeinschaft als Kirchspielvertreterin von Molthainen an, danach war sie bis zu ihrem Tod Mitglied des Ältestenrates. Sie engagierte sich für die Heimatkreisgemeinschaft Gerdauen, hier besonders für die Heimatstube. Hanna Zetzsche schrieb auch viele Beiträge für den Heimatbrief und hat damit bei sehr vielen Landsleuten die Erinnerungen an schöne wie auch nicht so schöne Ereignisse bis in die heutige Zeit wachgehalten.
Für ihre großen Verdienste erhielt sie am 10. September 1994 die Treueurkunde, am 2. September 1995 das Verdienstabzeichen und am 20. September 1997 das Ehrenzeichen der Landsmannschaft Ostpreußen. Am 31. August 2001 wurde Hanna Zetzsche zudem mit der Silbernen Ehrennadel der Heimatkreisgemeinschaft Gerdauen ausgezeichnet.
Mit Hanna Zetzsche verlässt uns eine liebe Ostpreußin, die engagiert für ihre Heimat gekämpft und gearbeitet hat. Sie hat viele Jahre das Kirchspiel Molthainen mit großem Engagement vertreten. Ihre Arbeit und die Sammlung von Fotos und Zeichnungen sowie Dokumenten kann heute noch jeder bei den jährlichen Heimatkreistreffen bewundern.
Wir trauern mit ihrer Familie um einen außergewöhnlich lieben Menschen. Hanna Zetzsche hinterlässt der Nachwelt einen großen Koffer greifbarer Erinnerungen an das geliebte Ostpreußen. Dafür sind wir ihr sehr dankbar. [Kreistag/Vorstand - wmo/bhk/wmi]

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Nachruf auf Ursula Bayer

[16.10.2014] Am 28. September 2014 verstarb unser langjähriges Vorstands- und Kreistagsmitglied Ursula Bayer. Ihr Tod reißt eine große Lücke in unsere Heimatkreisgemeinschaft. Ursula Bayer wurde am 20. Juli 1926 als älteste Tochter von Herta und Otto Kampf in Gerdauen geboren. Ihr Vater besaß einen Betrieb für Maschinenbau und Elektrotechnik. Sie heiratete 1946. Aus dieser Ehe entstammen ihre Tochter Harda und ihr Sohn Frank. Die Ehe endete 1957 mit dem frühen Tod ihres Mannes. 1981 heiratete sie Heinz Bayer, der 2002 verstarb.                            

Ursula Bayer war seit 1960 Mitglied in der Heimatkreisgemeinschaft Gerdauen. Ab 1972 wurde sie als Kirchspielvertreterin von Gerdauen aktives Mitglied im Kreistag. Seit 1990 gehörte sie dem Vorstand an, den sie 1999 aus Altersgründen verließ. 2002 mit ihrem Ausscheiden als Kirchspielvertreterin wurde sie in den Ältestenrat aufgenommen.

Als waschechte Ostpreußin und Gerdauenerin interessierte sich Ursula Bayer bis zuletzt für alles, was rund um die Heimatkreisgemeinschaft geschah. Von 1991 bis 1996 führte sie die Kasse. Ihr Hauptaugenmerk legte sie allerdings zusammen mit ihrer Schwester Christel auf  das Einsammeln von Spenden. Sei es für den Kirchturm in Gerdauen oder für die komplizierte Operation eines russischen jungen Mannes aus Gerdauen in Kiel. Auch noch nach ihrem Ausscheiden aus dem Vorstand gestaltete sie federführend die jährlichen Hauptkreistreffen bis 2006. Ihr Rat war uns jederzeit willkommen und sie scheute vor keiner Arbeit zurück. Ihre geradlinige Art brachte ihr viele Freunde ein.

Wir werden mit Hochachtung an Ursula Bayer zurückdenken und sagen Danke für all das, was sie uns und unserer Heimat Ostpreußen gegeben hat. In unserem Herzen lebt sie weiter. [Kreistag/Vorstand - kl]

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Heimatbrief Nr. 53 ist erschienen

[21.09.2014] Der Heimatbrief Nr. 53 ist als Notausgabe mit 112 Seiten im August an alle in der Versandkartei erfassten Adressen versandt worden.Wer ihn nicht erhalten hat oder neu zugesandt haben möchte, sollte sich an Walter Mogk, Am Eichengrund 1 f, 39629 Bismark (Altmark), Telefon (01 51) 12 30 53 77, Telefax (03 90 00) 5 13 17, E-Mail: walter.mogk(at)t-online.de wenden.         
                                                                                                                                                                                                                                                     (Vorstand/wmo)

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Heimatbrief wird später ausgeliefert

 

[26.07.2014] Viele Landsleute werden schon sehnsüchtig auf die Sommer-Ausgabe (Nr. 53) unseres Heimatbriefes „Kreis Gerdauen“ warten. Die kommt auch, allerdings in diesem Jahr etwas später als gewohnt. Grund ist, dass unser neuer Schriftleiter, der die Aufgabe gerade erst zum Jahresanfang übernommen hat, äußerst kurzfristig das Amt niedergelegt hat. Da uns lediglich das Rohmaterial übermittelt wurde, jedoch keinerlei bereits fertiggestellte Seiten, musste unser „altes“ Heimatbrief-Team, Brigitte Havertz-Krüger und Hannelore Gruschwitz, kurzerhand einspringen und „auf die Schnelle“ eine Notausgabe erstellen. Sie hat voraussichtlich 112 Seiten, ist inzwischen in den Druck gegangen und wird im August an alle in der Versandkartei enthaltenen Adressen verschickt. Wir bitten um Verständnis für die Verzögerung und mögliche – dem Zeitdruck geschuldete – Qualitätsmängel. (Vorstand/wmo)

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Heimatbrief Nr. 52 ist erschienen

[01.01.2014] Der Heimatbrief Nr. 52 - der letzte vom scheidenden Redaktionsteam Brigitte Havertz-Krüger und Hannelore Gruschwitz erstellte - ist vor Weihnachten an alle in der Kreiskartei erfassten Adressen versandt worden. Er umfasst 160 Seiten und ist mit zahlreichen Informationen über den Kreis Gerdauen früher und heute sowie über die Arbeit der Heimatkreisgemeinschaft gespickt. Ein Inhaltsverzeichnis und Informationen, wie auch Sie den Heimatbrief regelmäßig erhalten können, finden Sie hier.

Da uns in den vergangenen Tagen zahlreiche Anfragen von Heimatbrief-Empfängern erreicht haben, warum das Heft bei ihnen noch nicht eingetroffen ist, erlauben wir uns folgenden Hinweis: Die Heimatbriefe sind an alle Empfänger am 20. Dezember 2013 von der Druckerei auf den Postweg gebracht worden. Für Verzögerungen, die wir sehr bedauern, trägt ausschließlich die Post die Verantwortung. Wir hoffen, dass Ihnen der Heimatbrief in den nächsten Tagen zugestellt wird. Sollte dies wider Erwarten nicht geschehen, so nehmen Sie bitte mit unserem Karteiverantwortlichen Kontakt auf, der Ihnen ein neues Exemplar zukommen lassen wird.    (Vorstand/wmo)

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Rückblick auf unser Hauptkreistreffen „60 Jahre Patenschaft“ am 19./20. Oktober 2013 in Rendsburg 

[25.10.2013] Sechs Jahrzehnte besteht in diesem Jahr die Patenschaft von Stadt und Kreis Gerdauen mit der Stadt Rendsburg und dem Kreis Rendsburg-Eckernförde. Keine Frage also, dass unser Jubiläums-Hauptkreistreffen auf jeden Fall in der Stadt am Nord-Ostsee-Kanal stattfinden musste. Dort wo am 18. Oktober 1953 mit der Unterzeichnung der Patenschaftsurkunden im Stadttheater alles begann. Doch würden auch genügend Landsleute den Weg in den hohen Norden finden? Angesichts der zahlenmäßig immer kleiner und älter werdenden Mitgliederschaft war dies eine bange Frage, schließlich hatten sich zahlreiche Ehrengäste zum Jubiläum angesagt. Doch die Bedenken waren glücklicherweise grundlos: Zirka 150 Besucher kamen an beiden Tagen in das Hotel Pelli-Hof, in dem Thomas Rapp und sein Team als ausgezeichnete Gastgeber all unsere Wünsche erfüllten. 

Den gelungenen Auftakt bildete die Eröffnung der Ausstellung über die 60 Jahre Patenschaft im Foyer des Rendsburger Neuen Rathauses am Freitagabend. Zu dieser konnten wir neben Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast, Stadtpräsidentin Karin Wiemer-Hinz und Kreispräsident Lutz Clefsen auch zahlreiche Weggefährten der Patenschaft, darunter den ehemaligen Landrat Wolfgang von Ancken und unseren langjährigen Patenschaftsbetreuer beim Kreis, Hans-Werner Toop, begrüßen. Kreisvertreter Walter Mogk sprach in seiner Eröffnungsrede von der Patenschaft als Erfolgsgeschichte. „Stadt und Kreis Rendsburg haben uns immer zur Seite gestanden, im Großen wie im Kleinen, so wie sie es 1953 bei der Übernahme der Patenschaft versprochen haben und wie es sich für gute Paten gehört. Umgekehrt ist Rendsburg für die in alle Winde verstreuten Landsleute aus dem Kreis Gerdauen tatsächlich zu einem ’geistigen und ideellen Mittelpunkt’ geworden, wie es mit der Patenschaft beabsichtigt war“, betonte er. Die von Brigitte Havertz-Krüger zusammengestellten Schautafeln mit Bildern, Dokumenten und Zeitungsausschnitten aus den 60 Jahren zeigten den Besuchern, die auch in den folgenden Wochen zahlreich die Ausstellung besuchten, anschaulich die Vielfalt der patenschaftlichen Verbindungen ­– von der Flucht einiger Landsleute aus dem Kreis Gerdauen von Ostpreußen bis in die Rendsburger Gegend, wo sie eine zweite Heimat fanden, über die Einrichtung der Heimatstube in Rendsburg bin hin zu den Hilfstransporten in den russischen Teil des Heimatkreises, die in den 90er Jahren mit Unterstützung des Kreises Rendsburg-Eckernförde durchgeführt wurden.

Der Sonnabend begann mit der Sitzung des Kreistages, bei der folgende Beschlüsse gefasst wurden:

-         Das Hauptkreistreffen 2014 wird mit dem Deutschlandtreffen der Ostpreußen in Kassel zusammengelegt, das am 17./18. Mai stattfindet. Dort werden für unsere Landsleute wieder Extra-Tische ausgewiesen und auch ein Infostand der Heimatkreisgemeinschaft ist geplant.

-         Dem Vorstand wurde auf Empfehlung der Kassenprüfer für das Geschäftsjahr 2012 vorbehaltlos Entlastung erteilt.

-         Gisela Zwanecki wurde einstimmig zur Kirchspielvertreterin von Molthainen gewählt. Ebenso einstimmig erfolgte die Wiederwahl von Klaus-Peter Molkenbuhr und Bernhard Maske als Kassenprüfer.

-         Der Kreistag ist sich einig, den von den zuständigen Behörden aufgezeigten Weg der Gründung einer Förderstiftung Kreis Gerdauen mit einem Stiftungskapital von 20.000 Euro zu gehen. Die notwendigen Voraussetzungen sollen bis Mai 2014 geschaffen sein, so dass dann die offizielle Anerkennung der Stiftung erfolgen kann.

-         Um den Heimatbrief weiterführen zu können, stimmt der Kreistag der Berufung von Heinz-Wilhelm Bertram zum neuen Chefredakteur zu. Er ist ab der Ausgabe 53 (Juni 2014) für den Heimatbrief verantwortlich und wird diesen druckfertig erstellen.

Am Sonnabend und Sonntag herrschte im Pelli-Hof ein reges Treiben. Neben vielen bekannten Gesichtern waren auch einige neue Landsleute zum Hauptkreistreffen gekommen, um zu plachandern, Erinnerungen auszutauschen oder sich über den Kreis Gerdauen und die Heimatkreisgemeinschaft zu informieren. Hannelore und Hans Eckart Meyer hatten den Verkaufsstand aufgebaut, an dem neben den Publikationen über den Heimatkreis auch ältere Ausgaben des Heimatbriefes zum Mitnehmen auslagen. Besonderer Beliebtheit erfreute sich wieder das ostpreußische Marzipan.

Besondere Gäste am Sonnabendnachmittag waren 14 deutsche und russische Schüler, die mit einem kleinen Programm und einer Ausstellung über den seit 1995 existierenden und von der Heimatkreisgemeinschaft unterstützten Schüleraustausch zwischen den Schulen in Hanerau-Hademarschen und Nordenburg (Krylowo) berichteten. Die sieben russischen Jugendlichen waren mit ihren Betreuern und Schulleiter Iwan Tjuljandin extra zum Jubiläums-Hauptkreistreffen angereist und bei Gasteltern untergebracht. Schüleraustausch-Koordinator Hans Alsen und Lehrerin Frauke Feldhusen hatten für die Gäste ein umfangreiches Programm zusammengestellt, zu dem auch der Besuch des NDR-Funkhauses in Kiel gehörte.

Das Programm des Treffens bot wieder für jeden etwas. So konnten Filme über Gerdauen und das Kreisgebiet vor 1945 und über den jetzigen Zustand dort angesehen werden, die Jörg Beißel präsentierte. Klaus Christeleit von der Historisch-Genealogischen Forschungsgemeinschaft GIRDAWE informierte im Rahmen eines gut besuchten Vortrages über Möglichkeiten der Familienforschung im Kreis Gerdauen und am Abend unterhielt der bekannte Schauspieler Herbert Tennigkeit die Besucher mit ostpreußischen Geschichten und witzigen Anekdoten ­– vorgetragen im unverwechselbaren ostpreußischen Platt, das der 1937 im Kreis Tilsit-Ragnit geborene heutige Hamburger ausgezeichnet beherrscht. Für seine humorvolle Reise durch das Land der dunklen Wälder und kristallnen Seen erhielt Tennigkeit viel Beifall und die Landsleute entließen ihn nicht ohne Zugabe nach Hause. Bei mal besinnlicher, mal schwungvoller Musik unseres Alleinunterhalters Helmut Randel klang der Abend schließlich aus.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Feierstunde anlässlich des 60-jährigen Patenschaftsjubiläums. Knapp 50 Ehrengäste, Vertreter des Kreises und der Stadt Rendsburg, des Museumsvereins des Kreises Rendsburg-Eckernförde, Mitwirkende bei den Hilfstransporten, langjährige Weggefährten wie die Landräte a.D. Geerd Bellmann und Wolfgang von Ancken, sowie die Teilnehmer des Schüleraustauschs mit ihren Begleitern, Schulleitern und Eltern waren der Einladung gefolgt, so dass der Saal des Pelli-Hofs bis auf den letzten Platz gefüllt war. In seiner Festrede würdigte Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast die seit sechs Jahrzehnten bestehende Patenschaft und die Arbeit der Heimatkreisgemeinschaft. Sie trage auf vielfältige Weise dazu bei, das Andenken an die verlorene Heimat zu bewahren und die ostpreußische Kultur und Geschichte zu erhalten. Gilgenast sicherte auch für die Zukunft die Unterstützung der Paten zu und würdigte zugleich die Lebensleistung der Gerdauener Landsleute, die nach Flucht und Vertreibung im Westen eine neue Heimat gefunden haben. „Sie haben ihr Schicksal in die Hand genommen und etwas aus der Situation gemacht. Sie haben das Land wieder aufgebaut und sind mit ihrer Lebensleistung, Lebenskraft und ihrem Optimismus ein Vorbild für alle Menschen“, lobte der Bürgermeister, dessen Familie selbst aus Rastenburg stammt.

Die Grüße des Kreises überbrachte Kreispräsident Lutz Clefsen. Er würdigte die völkerverbindende Arbeit der Heimatkreisgemeinschaft und sagte die weitere Unterstützung des Patenkreises zu. Die 1953 gegebene Zusage gelte – auch unter veränderten Bedingungen – weiter. „Sie sind bei uns jederzeit herzlich willkommen“, rief Clefsen den Landsleuten zu (vollständige Dokumentation der Rede an anderer Stelle im Heimatbrief). Die Bedeutung des Schüleraustausches zwischen Hanerau-Hademarschen und Nordenburg für die deutsch-russische Verständigung und die Erweiterung des kulturellen Horizontes der Jugendlichen beider Länder betonten die beiden Schulleiter Iwan Tjuljandin und Heike Brunkert. Tjuljandin überreichte seiner Amtskollegin ebenso wie Schüleraustausch-Koordinator Hans Alsen und Initiatorin Marianne Hansen eine Ehrenurkunde für ihre Verdienste um die deutsch-russische Freundschaft. Auch aus Gerdauen erreichten das Hauptkreistreffen Grüße – der in diesem Jahr neugewählte Bürgermeister Igor Michalzewitsch ließ über die Gerdauener Deutschlehrerin Violetta Mavrina den Besuchern des Hauptkreistreffens in einer Grußbotschaft die besten Wünsche übermitteln, verbunden mit der Hoffnung auf eine Intensivierung der Zusammenarbeit. Das Geistliche Wort sprach der Pastor der Rendsburger Christkirche, Dr. Stefan Holtmann, der auch derjenigen Landsleute gedachte, die seit dem letzten Hauptkreistreffen fern der Heimat verstorben sind.

Nach dem Ostpreußenlied zeigten die Teilnehmer des Schüleraustauschs noch einmal ihr kleines Programm mit Liedern, Gedichten und Tänzen, das bei den Teilnehmern der Feierstunde sehr gut ankam und mit dem gemeinsamen Gesang des bekannten ostpreußischen Volksliedes „Zogen einst fünf wilde Schwäne“ endete. Vorbei war damit das Treffen aber noch lange nicht. Einige Landsleute nutzten noch die Gelegenheit zum gemütlichen Beisammensein, schauten sich Filme über den Kreis Gerdauen an oder besichtigten die nahe gelegene Heimatstube.

Rendsburg 2013 ist Geschichte – jetzt hoffen wir auf ein Wiedersehen am 17./18. Mai 2014 in Kassel. Auch im größeren Rahmen des Deutschlandtreffens der Ostpreußen wollen wir zeigen, dass der Kreis Gerdauen nicht nur in unseren Herzen weiterlebt, sondern nach wie vor Menschen mobilisieren kann, die sich zu ihm bekennen und für seine Geschichte und Kultur interessieren.    (Vorstand/wmo)

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AUSSTELLUNG IM RENDSBURGER KREISHAUS ERÖFFNET

[09.04.2013] Bis zum 15. Oktober kann im Kreishaus unserer Patenstadt Rendsburg eine kleine Ausstellung über die Heimatkreisgemeinschaft und den Kreis Gerdauen vor 1945 besichtigt werden. In den zwei Vitrinen im Foyers sind alte Fotos aus den Orten des Kreises Gerdauen ebenso zu finden wie Alltagsgegenstände, die von den früheren Bewohnern über Flucht und Vertreibung hinweg gerettet wurden und heute in unserer Heimatstube ihren Platz gefunden haben. Eine große Karte des Kreises hilft bei der Orientierung. Mit der Schau, die unsere 2. Vorsitzende Brigitte Havertz-Krüger zusammen mit Anita Motzkus, Kirchspielvertreterin von Muldszen, zusammengestellt hat, soll auch für die große Ausstellung "60 Jahre Patenschaft von Stadt und Kreis Rendsburg (-Eckernförde) mit Stadt und Kreis Gerdauen" geworben werben, die anlässlich unseres Hauptkreistreffens am 18. Oktober im Rendsburger Rathaus eröffnet wird. Bei der Präsentation der Vitrinen im Kreishaus-Foyer konnten wir neben einem Vertreter der Rendsburger Ausgabe der "Landeszeitung" von unserem Patenkreis auch den Leiter der Kommunalaufsicht, Jürgen Harders, und den Fachbereichsleiter Umwelt, Kommunal- und Ordnungswesen, Dr. Thilo Rohlfs, begrüßen. Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Kreishauses (Montag und Freitag 8 bis 12 Uhr, Dienstag 8 bis 12 und 14 bis 17.30 Uhr, Mittwoch 7.15 bis 12 Uhr und Donnerstag 8 bis 12 und 14 bis 16 Uhr) zu besichtigen.                                                                                (Vorstand/wmo)

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TERMIN: KRANZNIEDERLEGUNG AM GERDAUEN-STEIN ZUM VOLKSTRAUERTAG

[07.11.2012] Im Rahmen der Veranstaltungen zum Volkstrauertag in Rendsburg legt die Heimatkreisgemeinschaft Gerdauen am 18. November 2012 gemeinsam mit der Stadt Rendsburg Kränze am Gerdauenstein vor dem Gebäude der Rendsburger Musikschule, Berliner Straße 1, nieder. Damit soll der in den beiden Weltkriegen Gefallenen sowie bei Flucht und Vertreibung umgekommenen Einwohner des Kreises Gerdauen gedacht werden.
...

Die Kranzniederlegung erfolgt zirka 12.45 Uhr. Wir freuen uns über jeden, der dabei ist und mit uns der Toten gedenkt.

Zuvor werden Vertreter der Heimatkreisgemeinschaft an der Gedenkfeier der Stadt Rendsburg zum Volkstrauertag teilnehmen und Kränze an den Ehrenmalen 1914/18 und 1939/45 auf dem Rendsburger Garnisonfriedhof niederlegen.

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NEUER BÜRGERMEISTER UNSERER PATENSTADT RENDSBURG

[30.10.2012] Unsere Patenstadt Rendsburg hat einen neuen Bürgermeister. Pierre Gilgenast (SPD, 47), der bisher die Geschicke der Nachbargemeinde Fockbek leitete, setzte sich bei der Wahl am 28. Oktober bereits im ersten Wahlgang mit 62,18 Prozent der Stimmen gegen seine vier Mitbewerber durch. Der FDP-Vorsitzende Stefan Joachim Dohm, der als unabhängiger Kandidat antrat, kam auf 15,4 Prozent der Stimmen, der Kieler Rathausbeamte Björn Will (CDU) auf 14,7 Prozent und die Einzelbewerber Holger Thiesen und Björn Baasch auf 5,8 beziehungsweise 1,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 35,6 Prozent und damit noch 0,8 Prozent unter dem Ergebnis der letzten Wahl. Notwendig wurde die Neuwahl, weil der bisherige Amtsinhaber Andreas Breitner als Innenminister in die Landesregierung von Schleswig-Holstein gewechselt war. Sein Amt wird Pierre Gilgenast im Januar offiziell antreten, bis dahin leitet der stellvertretende Bürgermeister Hans-Peter Robin (SPD) die Geschäfte. 

Die Heimatkreisgemeinschaft Gerdauen e.V. gratuliert Pierre Gilgenast zu seinem Wahlsieg, wünscht ihm viel Glück und Erfolg bei seiner Tätigkeit für Rendsburg und setzt auf gute Zusammenarbeit im Sinne der seit fast 60 Jahren bestehenden Patenschaft. (Vorstand/wmo)

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WIR DANKEN BÜRGERMEISTER ANDREAS BREITNER

[01.08.2012] Neun Jahre, von 2003 bis zu seiner Berufung zum Innenminister des Landes Schleswig-Holstein im Juni 2012, stand Andreas Breitner als Bürgermeister an der Spitze unserer Patenstadt Rendsburg. Die Heimatkreisgemeinschaft hat mit ihm stets gut zusammengearbeitet und sich mit ihren Anliegen bei ihm gut aufgehoben gefühlt. Andreas Breitner hat die Patenschaft, die im nächsten Jahr seit nunmehr 60 Jahren besteht, sehr ernst genommen, so wie er es in seiner Grußansprache als neu gewählter Bürgermeister bei unserem Hauptkreistreffen 2003 in Rendsburg versprochen hat. Dafür danken wir ihm sehr herzlich und wünschen ihm für die schwierige Aufgabe als Innenminister alles Gute sowie maximalen Erfolg. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit und auf ein Wiedersehen – vielleicht schon zum Jubiläumshauptkreistreffen „60 Jahre Patenschaft“ am 19./20. Oktober 2013 in Rendsburg!                     (Vorstand/wmo)

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WOLFGANG MISCHOR GIBT KIRCHSPIELVERTRETERAMT AUF

[19.07.2012] Mit Bedauern hat die Heimatkreisgemeinschaft Gerdauen zur Kenntnis nehmen müssen, dass Wolfgang Mischor sein Amt als Kirchspielvertreter von Molthainen und damit auch sein Kreistagsmandat mit sofortiger Wirkung zur Verfügung gestellt hat. „Leider ist es mir aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich, das Amt weiter nach meinen Vorstellungen auszuüben“, teilte er dem Vorstand mit. Es habe ihm sehr viel Freude bereitet, den Kontakt zu den Kirchspielmitgliedern zu erhalten und auszubauen. „Ich denke, dass das auf Gegenseitigkeit beruht. Es ist mir jedenfalls in vielen Briefen und Telefonanrufen der Mitglieder bestätigt worden“, erklärte Mischor, der nach eigenen Worten nach wie vor an Ostpreußen und speziell an der Heimat seines Vaters und seiner Großeltern hängt und deshalb weiterhin für Anfragen zur Verfügung steht. Wolfgang Mischor, dessen Vater aus Arklitten stammt, hat das Kirchspielvertreteramt seit 2008 bekleidet und in hervorragender Weise ausgefüllt. Die Heimatkreisgemeinschaft Gerdauen dankt ihm für seinen Einsatz und die geleistete Arbeit und wünscht ihm vor allem gesundheitlich alles Gute.                                                            (Vorstand/wmo)

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